Johannes 13,34 | NEU


Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.

(Johannes 13,34)


Der junge Mann hat Krebs. Die Mutter klagt es dem Arzt: „Wenn ich doch nur mein Leben geben könnte, dass er weiterleben kann.“ Ja, wenn das ginge.

Judas verlässt die Runde der Jünger. Damit beginnt die heiße Phase der Passion. Nun lässt der gute Hirte sein Leben für die Schafe. Er stirbt, damit wir leben können.
Ein grauenvoller Tod steht vor Jesus. Aber Jesus versinkt nicht im Leid. Was vor ihm liegt, ist unendlich schwer. Aber alles Schwere wird von seiner unerschöpflichen Liebe überstrahlt. Weil er uns verlorene Sünder liebt, deshalb wurde er Mensch. Er konnte nicht vorübergehen und tatenlos zusehen, wie wir unter die Räuber fielen. Sünde, Tod und Teufel haben uns in ihrer Gewalt. Seine Liebe bringt Jesus dazu, sich als Lamm Gottes für unsere Sünde zu opfern. In seinen Wunden können wir unseren Frieden finden.

Noch jetzt, an der Schwelle zum Kreuz, geht es Jesus um seine Jünger. Wie werden sie sein Leiden und Sterben erleben? Werden bei ihnen Zweifel und Verzweiflung die Oberhand gewinnen? Sie können die Ereignisse ja noch nicht von Ostern her sehen. Deshalb ist es wichtig, dass sie zusammenbleiben und sich gegenseitig stützen. Darum weist Jesus die Jünger aneinander. Sie sollen durch das Band der Liebe verbunden bleiben. Die Liebe, die Jesus uns geschenkt hat, soll unsere Liebe füreinander entzünden. Wir werden unser Leben nicht füreinander geben müssen, aber wir sollen mit unserem Leben füreinander einstehen. So werden wir auch in Zweifeln gestärkt, denn Jesus ist dann mitten unter uns. Wo diese Liebe in Gemeinden gelebt wird, da werden Gemeinden anziehend.

Herr Jesus Christus, du hast uns aus dem Tode ins Leben hineingeliebt. Deine Liebe trägt uns auch durch diese Zeit bis in die Ewigkeit. Schenke uns bitte auch immer wieder Liebe füreinander, damit niemand von uns verloren geht. Amen


Pfarrer Harald Karpe | Fest-Burg-Kalender

Copyright © 2020 | SELBSTÄNDIGE EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHE (SELK)