Grußwort 2009
 
Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten
und von Herzen dir nachwandeln!
Wenn sie durchs dürre Tal ziehen,
wird es ihnen zum Quellgrund,
und Frühregen hüllt es in Segen.
Sie gehen von einer Kraft zur andern
und schauen den wahren Gott in Zion.

Psalm 84, 6-8


Liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden,

Bischof Hans-Jörg Voigtvor einiger Zeit fragte mich eine Studentin, ob sie ab Aschermittwoch wirklich fasten solle, das sei doch so üblich in der Kirche. Und wirklich, die Fastenzeit ist wieder ein Thema in der Kirche. „Ich faste Schokolade!“ kann man zum Beispiel in diesen Tagen hören. Im Gespräch mit jener Studentin aber wurde sehr bald Folgendes deutlich: Es ist noch viel wichtiger, dass etwas an die Stelle des Verzichts tritt, dass die inneren Freiräume in der Fasten- und Passionszeit geistlich gefüllt werden im Mitgehen des Leidensweges Jesu.

„7 Wochen mit“ will genau diesen Aspekt in den Mittelpunkt stellen. Das „dürre Tal“ wird zum „Quellgrund“, wenn das Wort Gottes in dieser Zeit bei uns in der Mitte steht. Die liebevolle Vergebung Gottes für unser rastloses Leben in seiner Ichbezogenheit wird zum „Frühregen“. Wenn es nach diesen 7 Wochen von den Gemeinden, Gruppen und Kreisen der Kirche heißen könnte: „Sie gingen von einer Kraft zur anderen“, dann war das Projekt geistlich gewinnbringend.

Ich lade Sie herzlich ein, sich zu beteiligen, sich einzubringen, sich beschenken zu lassen in „7 Wochen mit“.

Ihr
Bischof Hans-Jörg Voigt